Warum soll ich denn überhaupt ein Foto in meinen Lebenslauf einfügen? Es geht doch hier um meine Erfahrungen…Nicht um mich?

Eben doch – es geht um dich, um deine Person. Zumindest zu wesentlichen Teilen. Aufgebaut auf unseren Beitrag, worin dein Lebenslauf in nur wenigen Sekunden «gescreent» wird, liegt es uns auch am Herzen, die Wichtigkeit eines ausdrucksstarken und charismatischen Bewerberbildes hervorzuheben.

In der Annahme, dass geübte Personaler 10 Sekunden brauchen, um sich ein Urteil zu fällen – dann verweilen sie bereits wenige Sekunden auf deinem Foto. Da bleibt sonst nicht mehr viel übrig. Ausserdem findet bereits zu diesem Zeitpunkt der allererste Eindruck statt: sympathisch, kompetent und passend in die Unternehmenskultur – oder eben nicht?

Wir wollen es deutlich sagen: Bei einer Bewerbung handelt es sich nicht um einen Schönheitswettbewerb, dennoch ist dein Bild aber eben das «Pünktlein auf dem i» – gerade in der Schweiz. In anderen Ländern (wie bspw. Frankreich, teils auch England) sind Bilder ein Tabu, nicht so aber bei uns.

Stepstone Österreich hat 2018 eine Eyetracking-Studie mit HR-Fachleuten erstellt, worin die längere Verweildauer des Blickes eines Recruiters auf dem Bild bestens zu erkennen ist (sogenannte Heatmaps – siehe weiter unten). Dabei wurde auch festgestellt, dass das Bild jeweils als Erstes betrachtet wird. Fast die Hälfte aller Befragten geben an, dass ein schlechtes Foto direkt mit einer schlechten Bewerbung in Verbindung gebracht wird. Das mag durchaus im Unterbewusstsein passieren, trotz allem aber wollen wir dich in ein gutes Licht rücken.

 

 

(Eine Auswahl von männlichen und weiblichen Lebensläufen, gelesen von männlichen und weiblichen HR-Fachleuten, Stepstone Studie Eyetracking 2018)

 

 Was sind also To Do’s und No-Go’s im Zusammenhang mit Bewerbungsfotos? Aus eigener Erfahrung, sowie abgeleitet aus verschiedenen Blogs und Studien können wir die folgenden Merkmale konkret festhalten, falls du das Foto selber machen willst:

  • Mach auf keinen Fall ein Selfie, verwende eine gute Spiegelreflex oder ein modernes Mobiltelefon mit Portait-Modus.
  • Bei Selbstaufnahmen: achte aber auf jeden Fall auf die Lichtverhältnisse und den Schattenwurf
  • Nimm kein Urlaubsfoto, welches im privaten Umfeld vielleicht gut ankommen mag. Auf dem Lebenslauf sollte das auf keinen Fall platziert werden
  • Wähle deshalb einen neutralen Hintergrund
  • Passe deinen Kleidungsstil ans Unternehmen an. Lieber leicht «overdressed» als «underdressed»
  • Achte auf eine hohe und astreine Qualität des Fotos
  • Lache! Strahle Sympathie und Freundlichkeit aus. Kein Unternehmen möchte unsympathische Leute anstellen. Verwende deshalb nicht einfach dein Foto von der letzten Pass/ID-Erneuerung.
  • Die Grösse kann entscheidend sein. Von einseitigen Foto-Deckblättern ist definitiv abzuraten. Man spricht in etwa von 4-5cm breit und 5-7cm hoch.

Alles viel zu kompliziert oder keine gute Kamera zur Hand? Professionelle Fotografen erledigen das für dich. Für 60 – 100 CHF findest du einen Profi und kannst die Fotos auch ein paar Jahre (nicht zu lange!) weiterverwenden.

Gerne geben wir dir einzelne Kontakte weiter, mit welchen wir in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet haben.

 

Und jetzt….auf zu einem neuen CV – mit einem Lächeln 🙂

 

Simon Reiser, Bewerbungs-Coach, März 2021

     

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